»Mit den gespreizten Knien im Gras«

Schnipsel, drei mehr noch, aus derselben Lese-Sequenz aus „Adèle„. Es handelt es sich hier um rein private Experimente mit Rohmaterial.
Das exzessive Langsamlesen hatte zunächst rein technische Gründe, entwickekte sich dann jedoch zu einem eigenen Formreiz – als Alternative zu den schnelleren und dem Normaltempo eher entsprechenden Video-Lesungen, die ebenfalls auf dieser Website verlinkt sind, etwa unter „Als Vorleserin“ [betrifft allerdings nicht Adèle], „Ein rätselhaftes Tier“ oder – bedingt –  „Zu Tode riechen“.

Teil des Lesetextes:

Mit acht war ich sehr allein, wenn es mich juckte, wenn ich nicht mehr stillsitzen konnte und wenn mir so unbändig wurde, als müsste ich dringend etwas tun, damit das endlich aufhörte. Es half, so hatte ich bald heraus, wenn ich mich auf die Wippe setzte, auf den Sitz, der gerade unten war und den die Sonne seit Stunden beschien. Die Sitzfläche war noch wärmer als ich. Ich klemmte sie zwischen die Beine und drückte sie fest an den Boden, mit den gespreizten Knien im Gras. Die waren hinterher grün. Dann suchte ich die rundliche Niete, mit der der Sitz befestigt war. Sie stand vor, ich fühlte sie unter dem dünnen Kissen, eigentlich für Gartenstühle, das Ferdi darauf gebunden hatte, weil ihm sonst nicht bequem war.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: